Hämatomblau

Der Satz: Meine Kindheit trägt die Farbe des Wortes Hämatom. (Thomas Melle, Haus zur Sonne, 2025, S. 180)

Nichts bleibt

„Wissen Sie, was das Problem ist? Es bleibt nichts. Ich gehe durch diese Träume, und ich nehme nichts mit.“ „Das ist das Wesen der Träume und, wenn Sie so wollen, auch des Lebens. Wir nehmen alle nichts mit, am Ende, oder? Keiner von uns.“ (Thomas Melle, Haus zur Sonne, 2025, S. 133)

Diskontinuität als Kontinuität

Ein Leben hat eine eigene Dramaturgie und eine kontinuierliche Geschichte, vielleicht mit Brüchen, vielleicht mit Umwegen, aber eine Kontinuität… Die einzige Kontinuität in meinem Leben ist die Diskontinuität. (Thomas Melle, Haus zur Sonne, 2025, S. 113)

Von der Kriegsdebatte zum Debattenkrieg

Was sollte einer wie ich, der auch innerlich alles verloren hatte, noch machen? … Nichts war mehr interessant, keine Debatte, kein Artikel, und alles, was die Leute vermeldeten, kam mir nur noch schräg und falsch vor. Ein Krieg brach los, und sofort war die Debatte da und schnell überlagerte die Debatte den Krieg und all…

Stuck State

… wahrscheinlich hatte ich wieder einmal nicht verstanden, dass es hier um bloßen Smalltalk und um ein paar oberflächliche Schmeicheleien ging und nicht um irgendwelche diskutierbaren oder gar wahrheitsfähigen Aussagen. Ich dagegen nahm es wieder wörtlich und blieb stecken. (Thomas Melle, Haus zur Sonne, 2025, S. 23)

Hotelbareinsamkeit

Abends allein in einer Hotelbar zu sitzen ist eine spezielle Art von Einsamkeit. Wenn man sich ganz in dieses Gefühl fallen lässt, kann man es sogar fast genießen. Fast. (Marc-Uwe Kling, Views, 2025, S. 95)

Alter DDR-Witz

„Es gab in der DDR diesen alten Witz… Woher weißt du, dass dich die Stasi überwacht?“… „Auf der Straße steht ein neues Trafohäuschen, und du hast einen neuen Einbauschrank?“ (Marc-Uwe Kling, Views, 2025, S. 87)

Die Hoteltopfpflanze

Im Hotelflur … steht neben dem Aufzug eine traurige Topfpflanze. Der Gummibaum, oder was auch immer es ist, starrt sie mit gesenktem Kopf an, während sie auf den Aufzug nach unten wartet. „Töte mich“, scheint die Pflanze zu flüstern. „Bitte erlöse mich.“ (Marc-Uwe Kling, Views, 2025, S. 70)

Widersprüche

Manchmal muss man Widersprüche wohl einfach aushalten… Ist nicht jeder nur ein Haufen mit Panzertape umwickelter Widersprüche? (Marc-Uwe Kling, Views, 2025, S. 59)

Arten von Arschlöchern

Dabei ist es doch so: Unter Flüchtlingen gibt es auch Arschlöcher. Unter Nazis gibt es nur Arschlöcher. (Marc-Uwe Kling, Views, 2025, S. 17)

Zum Quieken!

Wenn die Landwirtschaftskammer den besten Endprodukteber finden will…!