Ist sie erst einmal seiner sicher, kann sie sich so viel in ihn verlieben, wie sie mag. (Jane Austen, Stolz und Vorurteil, 1985, S. 29)
Stolz und Eitelkeit
Eitelkeit und Stolz sind verschiedene Dinge, obgleich man den Ausdruck oft für die gleiche Sache verwendet. Ein Mensch kann stolz sein, ohne eitel zu sein. Stolz bezieht sich mehr auf unsere Meinung von uns selbst, Eitelkeit auf das, was wir die anderen gern von uns denken lassen. (Jane Austen, Stolz und Vorurteil, 1985, S. 27)
Junggesellenglück
Es ist eine anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle, der ein beachtliches Vermögen besitzt, zu seinem Glück nur noch einer Frau bedarf. (Jane Austen, Stolz und Vorurteil, 1985, S. 9)
Der Name der menschlichen Natur
Es hat sich nichts geändert. Es ändert sich niemals etwas. Ein System ist so gut wie das andere. Das Mittelalter ist keine Epoche. Mittelalter ist der Name der menschlichen Natur. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 235)
Folter
Ich muss Sie darüber informieren, dass die Strafrechtsgeschichte bei aller Progressivität keine vollkommen irreversible Angelegenheit darstellt. In Situationen von besonderer Bedeutung und hoher Brisanz, wenn also eine Gefahr für das Große und Ganze vorliegt, kommt es vor, dass man auf veraltete Maßnahmen zurückgreifen muss… An den technischen Details hat sich wenig geändert. Das funktioniert im…
Keine Argumente nötig
Sie glauben, mich überreden zu können, weil ich keine Argumente habe. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ich brauche keine Argumente. Je weniger ich davon habe, desto stärker werde ich. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 234)
Gewöhnte Gewalt
An nichts gewöhnt sich der Mensch schneller als an Gewalt. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 229)
Datenspur der Beliebigkeit
… die Tatsache, dass die Datenspur eines Menschen Millionen von Einzelinformationen enthält, aus denen sich jedes beliebige Mosaik zusammensetzen lässt. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 226)
Ehrgefühl!
Wer zum analytischen Denken begabt ist, muss entweder sein Leben im luftleeren Raum verbringen – oder sich entscheiden… Die Konsequenzen werden Sie packen und nicht wieder loslassen… Wer dabei nicht zum Opportunisten verkommen will, braucht vor allem eins: Ehrgefühl. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 212)
Dienst am Land
Das Richtige unablässig zu wiederholen, ist der größte unblutige Dienst, den ein Mensch seinem Land zu erweisen vermag. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 200)
Morituri
Nichts fürchtet ein Sicherheitsapparat so sehr wie Menschen, die mit dem Leben abgeschlossen haben. Es macht sie unkontrollierbar. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 195)
Fataler Fortschrittsdrang
Fortschrittsdrang… ist eine Mischung aus gesellschaftlicher Selbstüberschätzung und individuellem Geltungsbedürfnis. Die Unfähigkeit, sich mit dem Bestehenden zufriedenzugeben, fordert mindestens einmal pro Epoche ein paar Hunderttausend, wenn nicht gleich Millionen von Toten. (Juli Zeh, Corpus Delicti – Ein Prozess, 40. Aufl. 2010, S. 182 f.)