Überall lag der Mondschein mit seiner Natürlichkeit und Ruhe, die keinem andern Licht gegeben ist. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 209)
Kategorie: Was er liest
Der ruhig einteilende Verstand
[D]as einzige was ich jetzt tun kann ist, bis zum Ende den ruhig einteilenden Verstand behalten. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 208)
Im letzten Schein des Lebens
Es war nichts Heldenhaftes, wenn er widerstand, wenn er jetzt den Herren Schwierigkeiten bereitete, wenn er jetzt in der Abwehr noch den letzten Schein des Lebens zu genießen versuchte. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 208)
Was das Gericht will
Das Gericht will nichts von Dir. Es nimmt Dich auf wenn du kommst und es entläßt Dich wenn Du gehst. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 205)
Die Lüge als Weltordnung
„Nein“, sagte der Geistliche, „man muß nicht alles für wahr halten, man muß es nur für notwendig halten.“ „Trübselige Meinung“, sagte K. „Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht.“ (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 203)
Besser gebunden als frei!
[A]uch nur an den Eingang des Gesetzes gebunden zu sein ist unvergleichlich mehr als frei in der Welt zu leben. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 203)
Verstehen ist Missverstehen!
Richtiges Auffassen einer Sache und Mißverstehn der gleichen Sache schließen einander nicht vollständig aus. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 200)
Vor dem Gesetz
Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. „Es ist möglich“, sagt der Türhüter, „jetzt aber…
Vor Augen!
„Siehst Du denn nicht zwei Schritte weit?“ (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 195)
Zuviel fremde Hilfe!
„Was willst Du nächstens in Deiner Sache tun?“, fragte der Geistliche. „Ich will noch Hilfe suchen“, sagte K. … „Du suchst zuviel fremde Hilfe“, sagte der Geistliche mißbilligend. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 195)
Verstrickt
Das Urteil kommt nicht mit einemmal, das Verfahren geht allmählich ins Urteil über. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 194 f.)
Wie kann denn ein Mensch überhaupt schuldig sein?
„Ich bin aber nicht schuldig“, sagte K. „Es ist ein Irrtum. Wie kann denn ein Mensch überhaupt schuldig sein. Wir sind hier doch alle Menschen, einer wie der andere.“ „Das ist richtig“, sagte der Geistliche, „aber so pflegen die Schuldigen zu reden.“ (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 194)