Draußen vor dem Fenster klebt der Mond am Himmel, rot, viel zu groß und mit zerfleischtem Rand an einer Seite. (Juli Zeh, Adler und Engel, 30. Aufl. 2018, S. 11)
Kategorie: Was er liest
Beleidigter Klang
… sie hat diese unverkennbare Stimme, deren beleidigter Klang sich immer auf die Ungerechtigkeit der Welt im Ganzen zu beziehen scheint… (Juli Zeh, Adler und Engel, 30. Aufl. 2018, S. 10)
Früher war auch alles schlechter
Uns geht’s in allen Dingen schlecht! Herkömmliche Gewohnheit, altes Recht, Man kann auf gar nichts mehr vertrauen. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 11620–11622 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Gewalt mit Recht
Man hat Gewalt, so hat man Recht. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 11184 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Knecht gegen Knecht – und umgekehrt
Sie streiten sich, so heißt’s, um Freiheitsrechte; Genau besehn, sind’s Knechte gegen Knechte. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 6962 f. [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Jugend und Hoheit
O Jugend, Jugend wirst du nie Der Freude reines Maß bezirken? O Hoheit, Hoheit wirst du nie Vernünftig wie allmächtig wirken? (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 5958–5961 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Not kennt kein Gebot
Gesetz ist mächtig, mächtiger ist die Not. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 5800 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Bad Deal
Wir haben so viel Rechte hingegeben, Daß uns auf nichts ein Recht mehr übrigbleibt. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 4839–4840 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Gespräche am Ende der Nacht
… die Sorte von Gesprächen, die man nur am Ende der Nacht führen kann und die noch tagelang nachhallen. (Benedict Wells, Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben, 2024, S. 94)
On the Go
Der Mut kommt unterwegs. (Benedict Wells, Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben, 2024, S. 94)
Gretchenfrage
MARGARETE. Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, Allein ich glaub’, du hältst nicht viel davon. FAUST. Laß das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; Für meine Lieben ließ’ ich Leib und Blut, Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben. MARGARETE. Das ist nicht recht, man muß dran glauben! …
Sorgenlose Wissenschaft
DIE HEXE. Die hohe Kraft Der Wissenschaft, Der ganzen Welt verborgen! Und wer nicht denkt, Dem wird sie geschenkt, Er hat sie ohne Sorgen. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Eine Tragödie, V. 2567–2572 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])