Rechtfertigung des Lebens

Der Gedanke an den Proceß verließ ihn nicht mehr. Öfters schon hatte er überlegt, ob es nicht gut wäre, eine Verteidigungsschrift auszuarbeiten und bei Gericht einzureichen. Er wollte darin eine kurze Lebensbeschreibung vorlegen und bei jedem irgendwie wichtigern Ereignis erklären, aus welchen Gründen er so gehandelt hatte, ob diese Handlungsweise nach seinem gegenwärtigen Urteil zu…

Geständnis als Ausweg

[G]egen dieses Gericht kann man sich … nicht wehren, man muß das Geständnis machen… Erst dann ist die Möglichkeit zu entschlüpfen gegeben, erst dann. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 98)

Würdiges Herzversagen

Hält es mein Herz nicht aus, so wird es doch wenigstens hier eine würdige Gelegenheit finden, gänzlich zu versagen. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 93)

Noch größere Bosheit

Er unterbrach sich, flüsterte: „Ich wette daß sie horcht“ und sprang zur Tür. Aber hinter der Tür war niemand, …,  ihr Nichthorchen erschien ihm als eine noch größere Bosheit… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 93)

Einfach gestrichen

Willst Du den Proceß denn verlieren? Weißt Du was das bedeutet? Das bedeutet, daß du einfach gestrichen wirst. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 87)

Geheimwissenschaft

Bringt er es … öffentlich zur Sprache, dann muß die Strafe erfolgen… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 76)

Ausgang und doch kein Ausweg

Zuerst will er weg, dann aber kann man ihm hundertmal sagen, daß hier der Ausgang ist und er rührt sich nicht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 73)

Über seinen Kopf hinweg

[E]r duldete es, daß die zwei über ihn wie über eine Sache verhandelten, es war ihm sogar am liebsten. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 71)

Bloß nicht weiter!

[G]erade das wollte er … vermeiden, weiter geführt zu werden, je weiter er kam, desto ärger mußte es werden. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 69)

Peinlich

[E]s war ihm zu peinlich,… den Leuten hier ausgeliefert zu sein… (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 69)