Der Maler beobachtete die Wirkung, die seine Erklärung auf K. gemacht hatte und sagte dann mit einer gewissen Ängstlichkeit: „Fällt es Ihnen nicht auf daß ich fast wie ein Jurist spreche? Es ist der ununterbrochene Verkehr mit den Herren vom Gericht, der mich so beeinflußt. Ich habe natürlich viel Gewinn davon, aber der künstlerische Schwung…
Kategorie: Kafka
Das Gericht ist alles!
Es gehört ja alles zum Gericht. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 137)
Mittelgut
Mittelgut. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 122)
Niemand und niemals
Niemand und niemals. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 121)
Schon wieder über seinen Kopf hinweg
Als dann die zwei sich an den Schreibtisch lehnten…, war es K. als werde über seinem Kopf von zwei Männern, …, über ihn selbst verhandelt. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 118)
Das ganze Leben
Die Eingabe bedeutete freilich eine fast endlose Arbeit. Man … konnte doch leicht zu dem Glauben kommen, daß es unmöglich war die Eingabe jemals fertigzustellen,… weil in Unkenntnis der vorhandenen Anklage und gar ihrer möglichen Erweiterungen das ganze Leben in den kleinsten Handlungen und Ereignissen in die Erinnerung zurückgebracht, dargestellt und von allen Seiten überprüft…
Keine Schuld
Es gab keine Schuld. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 114)
Keine Wahl mehr!
[E]r hatte kaum mehr die Wahl den Proceß anzunehmen oder abzulehnen, er stand mitten darin und mußte sich wehren. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 114)
Allein in der Welt
Wäre er allein in der Welt gewesen, hätte er den Proceß leicht mißachten können, wenn es allerdings auch sicher war, daß dann der Proceß überhaupt nicht entstanden wäre. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 114)
Das Anrennen der Advokaten
Ein alter Beamter, ein guter stiller Herr, hatte eine schwierige Gerichtssache, welche besonders durch die Eingaben des Advokaten verwickelt worden war, einen Tag und eine Nacht ununterbrochen studiert – diese Beamten sind tatsächlich fleißig wie niemand sonst. Gegen Morgen nun, nach vierundzwanzigstündiger wahrscheinlich nicht sehr ergiebiger Arbeit gieng er zur Eingangstür, stellte sich dort in…
Unendliches Gericht
Die Rangordnung und Steigerung des Gerichtes sei unendlich und selbst für den Eingeweihten nicht absehbar. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 107)
So viele Fragen!
[H]ier war doch soviel zu fragen. Fragen war die Hauptsache. (Franz Kafka, Der Proceß, 1995, S. 102)