Liebe kennt der allein, der ohne Hoffnung liebt. (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 1605 f.)
Kategorie: Bild und Wort
Ganz Ohr
Ich bin ganz Ohr… (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 1553 f.)
Die Lust ist kurz
Ein Augenblick gelebt im Paradiese Wird nicht zu teuer mit dem Tod gebüßt. (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 639 f.)
Große Seelen I
Doch große Seelen dulden still. (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 613)
Gebärdenspäher und Geschichtenträger
Doch hab ich immer sagen hören, dass Gebärdenspäher und Geschichtenträger Des Übels mehr auf dieser Welt getan, Als Gift und Dolch in Mörders Hand nicht konnten. (Friedrich Schiller, Don Karlos, 2009, V. 69 ff.)
Die Laster der Anderen
Wenn ich, so wie ich bin, mich in gewissem Sinn als Christ betrachten kann, warum sollten die verschiedenen Laster jener Leute in der nächsten Kirchenbank beweisen, daß ihre Religion nur Heuchelei und Tradition ist? (C. S. Lewis, Dienstanweisung für einen Unterteufel, 1995, S. 17)
Geiz
Geiz ist primär eine Charaktereigenschaft emotional zu kurz gekommener Kinder, die ihre seelische Not ins Erwachsenenalter mitgenommen haben und noch immer auf unbewußte Ängste reagieren, von ihrer Umgebung ausgeraubt, ausgesaugt, geschröpft zu werden – unabhängig davon, wieviel einer wirklich auf der hohen Kante hat… (Martin Hecht, Wahre Freunde – Von der hohen Kunst der Freundschaft, 2006,…
Der archaische Zweck des Geschenks
In seinem Ursprung hat das Geschenk ganz andere Funktionen, es akzeptiert und symbolisiert hierarchische Verhältnisse, es tritt auf als Spende, Mitgift oder Stiftung, jedoch mit klarer, unverhüllter Absicht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Schon das archaische Geschenk ist mehr oder weniger unverhohlen ein Bestechungsgeschenk: Es geht darum, einen eigenen politischen oder ökonomischen Vorteil zu erzielen……
Der Witz des Salzes
Ihr sei das Salz der Erde. Wenn aber das Salz seinen Witz verliert, womit soll gesalzen werden? (Mt 5, 13, in: Fridolin Stier [Übers.], Das Neue Testament, 1989, S. 15)
Hochgesinnte Herzen
Bernard sollte an diesem Morgen die Erfahrung machen, daß es für Menschen mit hochgesinntem Herzen keine größere Freude gibt, als ihr Glück mit einem anderen zu teilen. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 333)
Innere Möglichkeiten
… die sogenannte „Prinzipientreue“ bewundere ich nur bei ganz wenigen Menschen; die meisten verdanken diese vermeintliche Charakterstärke einem eitlen Beharren und bezahlen dafür mit ihrer Natürlichkeit. Je vielfältiger der einzelne, je zahlreicher die Möglichkeiten, die er in sich birgt, desto größer ist seine Bereitschaft, sich zu verändern, desto weniger läßt er sich seine Zukunft von…
Mangel an Temperament
Seine Gefühle waren nie so heftig, daß er die Kontrolle über sie verlor. Manch einer beglückwünscht sich zu dieser Selbstbeherrschung, ohne sich eingestehen zu wollen, daß sie oft weniger auf Charakterstärke als auf einem Mangel an Temperament beruht. (André Gide, Die Falschmünzer, 1993, S. 313)