Wenn wahres Wissen schwindet

… Märchen…, wie die Menschen sie sich ausdenken, wenn das wahre Wissen schwindet. (J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, 5. Aufl. 2001, S. 470)

Scientes bonum et malum

„Wie soll ein Mensch urteilen, was in solchen Zeiten zu tun ist?“ „Wie er immer geurteilt hat… Gut und Böse ändern sich nicht von Tag zu Tag… Man muss sie nur unterscheiden können…“. (J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, 5. Aufl. 2001, S. 466)

So viel Wille

Auf einmal hielt er es nicht mehr aus. Er stand ruckartig auf, wollte irgendwas tun, irgendwas verändern. Seine Fäuste waren geballt. Da war so viel Wille. Eine Weile stand er einfach nur so da und wollte. Dann setzte er sich wieder hin und sah fern. (Benedict Wells, Becks letzter Sommer, 2009, S. 228)

Die gnadenlose Überschätzung der Freiheit

Sicher, er war endlich frei, aber wenn das diese Freiheit war, von der alle immer sprachen, dann wurde sie gnadenlos überschätzt. (Benedict Wells, Becks letzter Sommer, 2009, S. 7)

Gefälligkeitskette

… der Gedanke an alles, was wir lieben, geht in die Dinge ein, die wir schaffen. (J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, 5. Aufl. 2001, S. 398)

Der Architekt

[Ich] habe … mich gefragt, wie sehr mich Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend bestimmt haben, und erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin. Ich bin es, wenn ich zulasse, dass meine Vergangenheit mich beeinflusst, und ich bin es umgekehrt genauso, wenn ich mich ihr widersetze….

Väter und Söhne

Wenn mein Vater mich ins Bett schickte, zuckte ich … mit den Schultern, und wenn er Autorität vortäuschte und mich ermahnte, lachte ich nur. Denn er zeigte mir seine Angst und Unsicherheit, und das hielt ich nicht aus. (Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, 2018, S. 259)

Geliehenes Selbstbewusstsein

Vermutlich hatte er damals das geliehene Selbstbewusstsein, das beinahe alle Menschen mit Anfang zwanzig erfasst. Oder es war das Gegenteil: die einzig authentische Phase in seinem Leben… (Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, 2018, S. 256)

Wovon man nicht sprechen kann

Es gab Dinge, die ich nicht sagen, sondern nur schreiben konnte. Denn wenn ich redete, dann dachte ich, und wenn ich schrieb, dann fühlte ich. (Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, 2018, S. 233)

Nichtlinearität

Die Zeit verläuft nicht linear, ebenso wenig die Erinnerungen. Man erinnert sich immer stärker an das, was einem gerade emotional nahe ist… Die Erinnerungen an Dinge, die emotional der Gegenwart ähnlich sind, nehmen quasi eine Abkürzung. (Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, 2018, S. 213 f.)

Erinnerer und Bewahrer

Vielleicht schreibst du nicht auf Papier, doch in deinem Kopf tust du es… Das hast du schon immer getan. Du bist ein Erinnerer und Bewahrer, und du weißt es. (Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, 2018, S. 197 f.)

Eine schwierige Kindheit

Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind… Man weiß nie, wann er zuschlagen wird. (Benedict Wells, Vom Ende der Einsamkeit, 2018, S. 136)