Es bedeutet also kein gar kleines Glück, wenn man darauf kommt, …, daß der Mensch in allem, was ihm für das Höhere gilt, sich weit altmodischer benimmt, als es seine Maschinen sind. (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 37)
Autor: Dr. Georg Neureither
Anlehnung durch Ablehnung
Es ist ein Grundzug der Kultur, daß der Mensch dem außerhalb seines eigenen Kreises lebenden Menschen aufs tiefste mißtraut… Schließlich besteht ja das Ding nur durch seine Grenzen und damit durch einen gewissermaßen feindseligen Akt gegen seine Umgebung; … darum ist es nicht von der Hand zu weisen, daß die tiefste Anlehnung des Menschen an…
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben
Es muß der Mensch in seinen Möglichkeiten, Plänen und Gefühlen zuerst durch Vorurteile, Überlieferungen, Schwierigkeiten und Beschränkungen jeder Art eingeengt werden wie ein Narr in seiner Zwangsjacke, und erst dann hat, was er hervorzubringen vermag, vielleicht Wert, Gewachsenheit und Bestand… (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, I Erstes und Zweites Buch, 1987, S. 20)
Der Kompass der Aristokraten
Aristokraten leben nicht in Traditionen, sondern nach der jeweiligen Strömung. (Gilbert Keith Chesterton, Der Hammer Gottes, in: Die besten Pater-Brown-Geschichten, 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 148 ff. [148])
Ruf durch Tugend?
Nur selten wird ein Ruf durch makellose Tugend erworben. (Gilbert Keith Chesterton, Die Sünden des Prinzen Saradin, in: Die besten Pater-Brown-Geschichten, 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 123 ff. [132])
Furcht und Elend des Jurastudiums
Zitat(e) des Tages: „Und dann die inhärente Menschenwürdeverletzung, dass man auf den Hundertstelpunkt genau gesagt bekommt, wie unzulänglich man ist!“ „Das ist eine Staatseintrittsqualifikation, die man da erwirbt, man wird da passend gemacht, da steckt noch die ganze strukturelle Gewalt des Obrigkeitsstaats drin.“ „… die dogmatische Scheinrationalität der deutschen Rechtswissenschaft…“ „Ich bin sofort in die…
Recht auf Ruß oder: Das ist Sozialismus
„Ein Sozialist ist jemand, der will, dass alle Schornsteine gefegt und alle Schornsteinfeger dafür bezahlt werden.“ „Der einem aber nicht gestatten will, …, seinen eigenen Ruß zu besitzen.“ (Gilbert Keith Chesterton, Die Sternschnuppen, in: Die besten Pater-Brown-Geschichten, 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 84 ff. [89])
Seelenschau
Es mag sein – so außergewöhnlich ist das Wort Tod –, dass jeder dieser Müßiggänger für einen Moment in seine Seele schaute und nichts erblickte als eine winzig kleine, vertrocknete Erbse. (Gilbert Keith Chesterton, Die seltsamen Schritte, in: Die besten Pater-Brown-Geschichten, 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 58 ff. [74])
Gottes Bindung
…, dass selbst Gott an die Vernunft gebunden ist. (Gilbert Keith Chesterton, Das blaue Kreuz, in: Die besten Pater-Brown-Geschichten, 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 5 ff. [24])
Unglaublich!
Das Unglaublichste an Wundern ist, dass sie geschehen. (Gilbert Keith Chesterton, Das blaue Kreuz, in: Die besten Pater-Brown-Geschichten, 2021 [die damalige Ausgabe habe ich nicht mehr], S. 5 ff. [9])
Zufriedenheitsparadoxon
Zitat(e) des Tages: „Aus der Suizidforschung weiß man, dass das Motiv ‚ich will anderen ja nicht zur Last fallen‘ ein ganz starkes Suizidmotiv ist… Man nennt das Bilanzsuizid. Der nüchterne Blick des Lebensmüden geht zurück, bewertet das Jetzt, malt sich die Zukunft in düsteren Farben aus und kommt zu dem Ergebnis, dass es an der…
Vergiss das Metronom!
Das Architektonische, das Emotionale und das Philosophische in der Musik: Daniel Barenboim als lebens- und erfahrungskluger Musiker und Lehrer!