Sie streiten sich, so heißt’s, um Freiheitsrechte; Genau besehn, sind’s Knechte gegen Knechte. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 6962 f. [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Autor: Dr. Georg Neureither
Recht literarisch
Meine Kolumne im Anwaltsblatt!
Jugend und Hoheit
O Jugend, Jugend wirst du nie Der Freude reines Maß bezirken? O Hoheit, Hoheit wirst du nie Vernünftig wie allmächtig wirken? (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 5958–5961 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Not kennt kein Gebot
Gesetz ist mächtig, mächtiger ist die Not. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 5800 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Bad Deal
Wir haben so viel Rechte hingegeben, Daß uns auf nichts ein Recht mehr übrigbleibt. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Der Tragödie zweiter Teil, V. 4839–4840 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Chiasamen
Verleser des Tages: „So gesund sind Chiasmen“ statt „Chiasamen“.
Gespräche am Ende der Nacht
… die Sorte von Gesprächen, die man nur am Ende der Nacht führen kann und die noch tagelang nachhallen. (Benedict Wells, Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben, 2024, S. 94)
On the Go
Der Mut kommt unterwegs. (Benedict Wells, Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben, 2024, S. 94)
Gretchenfrage
MARGARETE. Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, Allein ich glaub’, du hältst nicht viel davon. FAUST. Laß das, mein Kind! Du fühlst, ich bin dir gut; Für meine Lieben ließ’ ich Leib und Blut, Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben. MARGARETE. Das ist nicht recht, man muß dran glauben! …
Sorgenlose Wissenschaft
DIE HEXE. Die hohe Kraft Der Wissenschaft, Der ganzen Welt verborgen! Und wer nicht denkt, Dem wird sie geschenkt, Er hat sie ohne Sorgen. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Eine Tragödie, V. 2567–2572 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Kunst und Wissenschaft und Geduld
MEPHISTOPHELES. Nicht Kunst und Wissenschaft allein, Geduld will bei dem Werke sein. Ein stiller Geist ist Jahre lang geschäftig, Die Zeit nur macht die feine Gärung kräftig. (Johann Wolfgang von Goethe, Faust: Eine Tragödie, V. 2370–2373 [Hamburger Ausgabe, hrsg. v. Erich Trunz, Band III: Dramatische Dichtungen I, 16. Aufl. 1996])
Rechtsabscheu
SCHÜLER. Zur Rechtsgelehrsamkeit kann ich mich nicht bequemen. MEPHISTOPHELES. Ich kann es euch so sehr nicht übel nehmen, Ich weiß, wie es um diese Lehre steht. Es erben sich Gesetz’ und Rechte Wie eine ew’ge Krankheit fort, Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte Und rücken sacht von Ort zu Ort. Vernunft wird Unsinn, Wohltat…