Grillparzer zum Homeoffice

Nur daheim ist Arbeit Lust, Hier wird sie Frone. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 649 f.)

Des Künstlers Kunst

Ein Künstler lebt und webt in seiner Kunst. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 502)

Wie Gott in Frankreich

Hier nährt man sich, der Franke nur kann essen. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 497)

Frisch gewagt!

Nur froher Mut vollbringt. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 423)

Pastor bonus

Den Hirten setzt man um der Herde wegen, Der Nutzen ist des Herrn. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 395 f.)

Diligentia boni patrisfamilias

Dem Bischof gab man, dass er geben könne, Des Kirchenguts Verwalter, nicht sein Herr. (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 305 f.)

Theologie und Ökologie

Was, Mensch, zerstörst du deines Schöpfers Welt?… Greifst du das Dasein an durch das du bist? (Franz Grillparzer, Weh dem, der lügt!, 2001, V. 139 und 142)

Kein anderer Ausweg

Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen. Diese Weisheit Loriots wurde früh unsere Alltagswahrnehmung. So wuchsen wir auf in wohlhabendem Milieu, mit hohem Sozialprestige, kommunikativ hingegen anschlussfähig nur durch Clownerie und Parodie, eine Melange aus Herkunftsstolz und Herkunftsscham. Für einen Heranwachsenden gräbt sich die Konfusion des Vaters, der Eltern, die Konfusion mit den Regeln, die das soziale…

Paradoxie des Sprechens

Der Paradoxie des Sprechens konnte der Vater nicht entgehen: Die Sprache ist das Haus des Seins, für ihn war die Sprache das Versteck des Seins.

Scham

Scham ist Selbstzurechnung eines Regelbruchs, auf Dauer entsteht Schüchternheit.